FWG/FBL Braubach-Loreley

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56338 Braubach


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FWG/FBL Vertreter besuchten elbag in Weisel

Individuelle Ingenieursleistungen auf Spitzenniveau

„Mittelalterliche Infrastruktur“ ist bedrohliche Wachstumsbremse für kreatives und innovatives Unternehmen

Im Rahmen der Fusion der Verbandsgemeinden Braubach und Loreley besuchen die freien Politiker aus beiden Verbandsgemeinden regelmäßig führende Betriebe der Region, um ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen Politik und Wirtschaft in der Region zu fördern. Diesmal stand das Unternehmen elbag in Weisel auf dem Programm.

Die Vertreter der FWG/FBL Braubach-Loreley und der FWG Weisel waren begeistert von der engagierten Vorstellung des Betriebes durch die Geschäftsführer Herbert Wallmach , Stephan Bilo  und Manfred Lapp.  Sie ließen sich die Geschäftsfelder der Mittelspannungstechnik, Niederspannungstechnik, Schlüsselfertige Elektrifizierung („Plug and Play“), Mess- und Regeltechnik und Lösungen für regenerative Energien und Leistungen im Bereich Konstruktion, maschinelle Fertigung, Lackierung, Elektrofertigung, Logistic und Montage und Inbetriebnahme vorstellen.

In Weisel werden unter hohen qualitativen Anforderungen mit viel Liebe zum Detail sehr komplexe individuelle Systemlösungen entwickelt und produziert und über Partner weltweit vertrieben. So verwendet z. B. die BSB Recycling GmbH in Braubach auch Komponenten der elbag in ihren Produktionsprozessen – genauso wie die meisten großen Automobilproduzenten in Deutschland und die Offshore Windpark-, Windkraft- und Solaranlagenkonstrukteure. Die Geschäftsleitung stellte mit Stolz ihre ressourcenschonende Produktion vor und ging geduldig auf die Fragen der Besucher ein. Die Firma konnte durch das hohe Qualitätsbewusstsein in allen Ebenen sich auch in sehr schwierigen Zeiten am Markt behaupten. Ein entscheidender Faktor sind die Menschen aus der Region am Standort Weisel. Die elbag beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und bildet zur Nachwuchsförderung auch selbst derzeit zwei Mitarbeiter aus. Um weiter hier kostengünstig produzieren zu können, werden vielfältige Formen der Überregionalen Zusammenarbeit durchgeführt, da direkte Partner in der Region fehlen. Alle Produktions- und Zusammenarbeitsformen sind durch die problematische Infrastruktur der Region beschränkt. So dürfen die Komponenten bestimmte Höhen nicht überschreiten, um vorhandene Unterführungen beim Transport nutzen zu können. Auch schlagen Speditionen immer extra Gebühren für Transportrisiken auf, da sie den zusätzlichen Transportaufwand mittlerweile kennen. Die Verwaltung muss daher bei der Planung von kleinen Veränderungen der Infrastruktur auch die ortsansässigen Firmen im Auge haben. Änderungen von Durchfahrtshöhen oder zu scharfe Kurven und schlechte Straßenverhältnisse haben massive Auswirkungen auf den Transport und damit auf die Produktion. „Mittelalterliche Infrastruktur“ ist Wachstumsbremse für kreative und innovative Unternehmen in der Region und ist eine ständige Bedrohung der unternehmerischen Existenzen und der damit verbundenen Arbeitsplätze im regionalen wie im weltweiten Wettbewerb, so die einhellige Meinung der FWG/FGL Vertreter.

Begrüßt von der elbag-Geschäftsführung wurde die verbesserte DSL-Anbindung von Weisel, früher war eine Kooperation über das Internet mit komplexen Fertigungsplänen unmöglich. Eine Rheinbrücke ist für die Firma zur Anbindung an die A61 und Partnerbetriebe im Hunsrück unverzichtbar. „Die Brücke hat für die FWG/FBL bevölkerungspolitische und ökonomische Bedeutung. Genauso, wie dieser Betrieb seiner Verantwortung für diese Region vorbildlich gerecht wird, muss die Politik sich verantwortlich um den Ausbau und den Erhalt der notwendige Infrastruktur der Region kümmern“, so Holger Puttkammer Bürgermeisterkandidat der FWG/FBL Braubach-Loreley, „eine Brücke gehört genauso dazu, wie die Ortsumgehung Braubach und die Optimierung der Verkehrsführung zur und über die Bäderstraße.“

Die FWG/FBL Vertreter wollen sich nun für die Einrichtung eines runden Tisches mit den Höhen- und Talgemeinden einsetzen. Thema: Entschärfung von Ortsdurchfahrten(kurzfristig); Ortsumgehungen(mittelfristig) und Mittelrheinbrücke mit angebundener Infrastruktur für die Höhengemeinden links und rechts des Rheins(langfristig).