FWG/FBL Braubach-Loreley

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Energiewende

FWG/FBL Bürgermeisterkandidat Holger Puttkammer war Gast in der Fraktion im Rat der Stadt Braubach                                                                

In der letzten Sitzung des Jahres 2011 konnte Fraktionssprecher Heinz Scholl den Vorsitzenden der neuen FWG/FBL, alten Vorsitzenden des Stadtverbandes FBL Braubach und gemeinsamen Bürgermeister Kandidaten Holger Puttkammer zu einer anregenden Zukunftsdiskussion begrüßen.

 

Das Rheintal und die Rheinhöhen - eine reiche Region für regenerative Energien, stellte Puttkammer in den Mittelpunkt eines kurzen Impulsstatements zur Energiewende.

Im Rahmen der Energiewende sind die zahlreichen Potentiale der Region zu nutzen: Sonne, Wind, Wasser und die Höhendifferenz.
Wasser ist gleich in mehrfacher Hinsicht wertvoll. So könnten die stillgelegten und  mit Wasser gefüllten Stollen (z.B. in Braubach, Kaub und an sonstigen Orten) für Geothermieprojekte genutzt werden. "Diese Nutzung wäre für einen Betreiber naheliegend und risikofrei, da dazu keine tieferen Erdschichten genutzt werden müssten, die in anderen Regionen diese Energienutzung verhindert hätten," so Holger Puttkammer Bürgermeisterkandidat der FWG/FBL für die neue Verbandsgemeinde. Auch für die private Nutzung begünstigt der hohe Grundwasserspiegel im Rheintal den Einsatz von Geothermie.
Außerdem sollten auf dem Gebiet der neuen Verbandsgemeinde Regionen identifiziert werden, die Stromerzeugern als Standorte für Pumpspeicherwerke angeboten werden können, die zu Spitzenlastzeiten Energie aus Wasserkraft produzieren und über Nacht aus erneuerbaren Energien, wie z. B. Windkraft, das Wasser wieder auf die Höhen pumpen. „Pumpspeicheranlagen werden als Folge der zunehmenden Nutzung von Windenergie, Biomasse und Fotovoltaik und der daraus resultierenden stark schwankenden Energiebereitstellung immer wichtiger“, so Puttkammer abschließend.

 

„Wichtig ist es unter diesem Aspekt auch mit Industriebetrieben, wie z. B. der BSB Braubach, als eine der modernsten Sekundärbleihütten Deutschlands mit hohem Energie In- und Output, über beispielsweise die Nutzung von Abwärme zur Stromerzeugung oder Fernheizungsprojekte zu reden. Ein Pumpspeichersee hinter den 3 Kaminen der BSB auf der Höhe sind sicher auch ein höchst „reizvoller Gedanke“. Dies könnte ein weiterer Mosaikbaustein für das Umweltimage der BSB als hochmoderner und zukunftsorientierter Recycling-Betrieb werden, so FBL-Fraktionssprecher Heinz Scholl zum Abschluss der anregenden Diskussion. Die Fraktion war sich einig diese nun losgehende Suche nach energetischen Potentialen für die Stadt Braubach kreativ, konstruktiv und – falls nötig – auch kritisch zu begleiten. Holger Puttkammer versprach hier auch insbesondere sich für einen gerechten Interessenausgleich zwischen den Gemeinden und Städten im Rheintal und auf den Höhen einzusetzen.