FWG/FBL Braubach-Loreley

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Belastungen und Defizite der Infrastruktur - Kompensation gefordert

FWG/FBL Vorstand beim Arbeitstreffen in St. Goarshausen.
FWG/FBL Vorstand beim Arbeitstreffen in St. Goarshausen.

„Wir tragen in dieser Region des UNESCO-Welterbes vielfältige europäische Lasten“, so FWG/FBL Bürgermeisterkandidat Holger Puttkammer beim Arbeitstreffen des FWG/FBL Vorstandes in St. Goarshausen. Wir müssen dadurch auf engstem Raum in einem Ballungskorridor voller außergewöhnlicher gesundheits- und lebensgefährlicher Belastungen leben und überleben.“ Bahnlärm, Erschütterungen und Hochwasser sind jeweils alleine schon massive Stressfaktoren, die außerdem durch eine hohe Konzentration beim Gefahrgütertransport auf dem Wasser und der Schiene zusätzlich verschärft werden und uns in diesem Jahr bei dem Schiffsunglück an der Loreley und bei den Hangrutschen auf die Schienen nachdrücklich ins Bewusstsein gebracht wurden.

Das Spagat zwischen der touristischen Aufwertung der Kulturlandschaft und der ins untragbare steigende Verkehrskonzentration - im Rahmen des transeuropäischen Netzausbaus - ist in der vorgesehenen Form nicht aushaltbar. Die geplante Steigerung im Güterverkehr muss gestoppt, abgemildert, umgeplant und durch eine gravierende Verbesserung der regionalen Infrastruktur nachhaltig kompensiert werden. Der Vorstand der FWG/FBL fordert daher unmissverständlich die Aufnahme der Mittelrheinbrücke in den Masterplan, sofortige echte Fährzeitverlängerungen und konkrete Planungen und Zeitaussagen zur Stadtumgehung von Braubach. Da solche Projekte mehr als eine Legislaturperiode bis nur zur nächsten Wahl benötigen, braucht es daher engagierte Bürger und Initiativen die „die Fackel der Erleuchtung am brennen halten“ so FWG-Kreistagsmitglied Heinz Scholl und verwies hierbei auf die gemeinsame Demonstration mit Blockade der L 335 durch die Bürger und Vertreter aller Ratsfraktionen in Braubach im Jahre 1992. „Die Workshops zum Masterplan ohne das Thema Brücke verhöhnen alle engagierten Bürger und fördert nur die Politik(er)verdrossenheit“, ergänzte FWG/FBL Vorstandsmitglied Armin Stillarius. Da bei beiden Projekten Bundesstraßen berührt sind und überregionale Verkehrsachsen zu Autobahnen und Ballungszentren, fordert der FWG/FBL Vorstand auch eindeutige Aussagen aus der Bundespolitik im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans. Dieser wird für 15 Jahre aufgestellt und ist derzeit noch bis zum Jahre 2015 gültig.

FWG/FBL Bürgermeisterkandidat Holger Puttkammer dankt Sixten Uebachs, dem FWG Vorsitzenden in St. Goarshausen, für die zugesagte Unterstützung und wird auch den St. Goarshausener FWG-Mitgliedern bei ihrer Versammlung am Dienstag, dem 20. Dez. 2011, um 19.00 Uhr, im Loreley Weinstübchen Rede und Antwort stehen über die Ziele der neuen FWG/FBL Braubach-Loreley.