FWG/FBL Braubach-Loreley

Charlottenstr. 49
56338 Braubach


Tel.: 02627 / 970 111

FWG Loreley tagte in Nochern

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung informierten Vorstand und Fraktion der FWG Loreley über die Situation vor der anstehenden Kommunalwahl zur neuen Gebietskörperschaft Braubach Loreley. FWG-Vorsitzender Klaus Itzel konnte dabei den FBL Vorsitzenden Holger Puttkammer sowie Fraktionssprecher Heinz Scholl aus Braubach als Gäste begrüßen. Mit der neugegründeten FWG/FBL werden die Freien mit Puttkammer einen eigenen Bürgermeisterkandidaten am 3. Juni präsentieren. In Anbetracht der vorgegebenen Wahlmodalitäten durch den Landeswahlleiter für die neue Verwaltungseinheit werden Parteien bevorzugt und Wählergruppen drastisch benachteiligt, so Puttkammer in seinem Grußwort. Dies gelte es in den nächsten Wochen den Bürgern zu verdeutlichen; jetzt müssen jedenfalls die Kräfte der Freien gebündelt und die eigenen Positionen verdeutlicht werden. 

Aufmerksam verfolgten die Gäste von der FBL Braubach, Bürgermeisterkandidat Holger Puttkammer und Fraktionssprecher Heinz Scholl, die Diskussionbeiträge und berichten über die eigenen Themenschwerpunkte.
Aufmerksam verfolgten die Gäste von der FBL Braubach, Bürgermeisterkandidat Holger Puttkammer und Fraktionssprecher Heinz Scholl, die Diskussionbeiträge und berichten über die eigenen Themenschwerpunkte.

Nach grundlegenden Informationen zur neuen Einheit von FWG und FBL, einschließlich deren Ziele zur bevorstehenden Wahl, diskutierten die Mitglieder insbesondere über die Aufstellung einer Kandidatenliste. Hiernach sollte eine ausgewogene einheitliche Liste mit engagierten Kandidaten den Bürgern präsentiert werden. Nach einer intensiv geführten Diskussion werden die Freien Wähler aus der VG Loreley neben langjährigen erfahrenen Mandatsträgern auch neue Vertreter/innen für die Aufstellung des Wahlvorschlages von FWG/FBL Anfang April vorschlagen.

Wie nicht anders zu erwarten wurde unter dem Punkt Verschiedenes ausgiebig über die demografische Entwicklung und den negativen Koalitionsbeschluss zur Mittelrheinbrücke diskutiert. Allgemein machte man dem Unmut Luft. Das Sprichwort „Den letzten beißen die Hunde“, so lautete der allgemeine Tenor. Dieses könne man auch ohne weiteres übertragen auf die Situation inmitten des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal. „Wer soll sich eigentlich noch für die strukturelle Entwicklung der Region einsetzen?“, so unisono die Frage der FWG-Spitzenvertreter Klaus Itzel und Armin Stillarius. Seit vielen Jahren kehren die jungen Bewohner der VG-Loreley den Rücken und erheben somit in dieser Angelegenheit kaum mehr die Stimme. Lediglich die Alteingesessenen und sich mittlerweile im Ruhestand befindlichen Bürger nehmen in immer unregelmäßigeren Abständen Stellung. Wann auch diese ganz verstummen ist eine Frage der Zeit, aber letztlich haben diese Situation die Entscheidungsträger des Bundeslandes Rheinland-Pfalz in Mainz zu vertreten. Denn die Entscheidungen der Vergangenheit waren nicht gerade positiv für die Region, hat man sie doch strukturpolitisch abgehängt von den wachstumsorientierten in unmittelbarer Nähe befindlichen wirtschaftlichen Industriegebieten im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal auf den Höhen des Hunsrücks. Der romantische Rhein wurde so als wirtschaftliche Grenze zementiert.

Hierzu passen nach Ansicht des FWG-Fraktionssprechers Armin Stillarius die jüngsten Verbalattacken gewisser kommunalpolitscher SPD-Verbände gegen die Bürgerinitiative Pro Brücke. Mit der „Beschimpfung“ der Bürgerinitiative als „Wahlverein“ haben sich damit regionale Vertreter dieser Partei ins Abseits gestellt. Dies ist nach dem allgemeinen Konsens über alle Gruppierungen – außer den Grünen - hinweg zur Realisierung einer Rheinquerung umso bedauerlicher. Dieses gemeinsame Ziel müsse auch in Zukunft an oberster Stelle stehen um die Region voran zu bringen. Dabei gelte es ganz besonders über den Tellerrand und den Kirchturm hinaus zu blicken und vor allen Dingen die Marschroute der sogenannten. landespolitischen Vordenker zu durchkreuzen.

Nachdenklichkeit, Heiterkeit – aber auch Streitbarkeit in der politischen Diskussion bestimmten den Sitzungsverlauf bei der Mitgliederversammlung der FWG Loreley in Nochern.
Nachdenklichkeit, Heiterkeit – aber auch Streitbarkeit in der politischen Diskussion bestimmten den Sitzungsverlauf bei der Mitgliederversammlung der FWG Loreley in Nochern.